Rezept: Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig

Rezept: Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig

Die Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig gehören zu den beliebtesten Gebäckstücken der deutschen Kaffeetafel. Dieser klassische Teig verbindet die Leichtigkeit von Quark mit der geschmeidigen Textur von Öl und verzichtet dabei vollständig auf Butter oder Margarine. Das Ergebnis ist ein zartes, leicht bröselndes Gebäck, das die saftige Apfelfüllung perfekt umhüllt. In der traditionellen Backstube wird dieser Teig seit Generationen geschätzt, weil er sich besonders einfach verarbeiten lässt und ohne langes Ruhen auskommt. Die Kombination aus süßen Äpfeln, aromatischem Zimt und dem neutralen Teig schafft ein ausgewogenes Geschmackserlebnis, das sowohl zum Nachmittagskaffee als auch als süßer Abschluss eines Essens überzeugt.

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facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Den Quark-Öl-Teig herstellen

Vermischt in einer großen Schüssel den Magerquark mit dem Pflanzenöl, 50 g Zucker und einer Prise Salz. Rührt diese Zutaten mit einem Löffel oder einer Gabel gründlich durch, bis eine homogene Masse entsteht. Das Öl sollte sich vollständig mit dem Quark verbinden. Siebt nun das Mehl zusammen mit dem Backpulver über die Quarkmasse. Das Sieben sorgt dafür, dass keine Klümpchen entstehen und der Teig später schön luftig wird. Verknetet alle Zutaten zunächst mit einem Löffel und anschließend mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig. Der Teig sollte nicht mehr kleben, aber auch nicht zu trocken sein. Falls er zu klebrig ist, gebt noch etwas Mehl hinzu. Formt den Teig zu einer Kugel und lasst ihn kurz ruhen, während ihr die Füllung vorbereitet.

2.

Schält die Äpfel mit einem Schälmesser und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet das Fruchtfleisch in kleine Würfel von etwa einem halben Zentimeter Größe. Je kleiner die Würfel, desto besser verteilt sich die Füllung später in den Taschen. Gebt die Apfelwürfel in eine Schüssel und beträufelt sie sofort mit dem Zitronensaft. Dieser verhindert, dass die Äpfel braun werden und gibt der Füllung eine angenehme Frische. Fügt die restlichen 25 g Zucker, den Zimt und die Rosinen hinzu. Die Rosinen bringen eine zusätzliche Süße und eine interessante Textur in die Füllung. Vermischt alles gut miteinander und lasst die Mischung einige Minuten ziehen, damit sich die Aromen verbinden können.

3.

Heizt den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Bestäubt eure Arbeitsfläche großzügig mit Mehl, damit der Teig nicht festklebt. Rollt den Teig mit einem Nudelholz auf eine Dicke von etwa drei bis vier Millimetern aus. Der Teig sollte gleichmäßig dick sein, damit die Taschen später überall gleich durchbacken. Schneidet nun mit einem Messer oder einem Teigschneider Quadrate von etwa zehn mal zehn Zentimetern aus dem Teig. Ihr könnt auch Kreise ausstechen, wenn ihr das bevorzugt. Sammelt die Teigreste zusammen, knetet sie kurz durch und rollt sie erneut aus, um weitere Quadrate zu erhalten. So verwendet ihr den gesamten Teig und vermeidet Verschwendung.

4.

Legt auf jedes Teigquadrat einen Teelöffel der Semmelbrösel. Diese nehmen während des Backens überschüssige Flüssigkeit aus den Äpfeln auf und verhindern, dass der Teig durchweicht. Gebt anschließend etwa zwei Esslöffel der Apfelfüllung auf die Mitte jedes Quadrats. Achtet darauf, nicht zu viel Füllung zu verwenden, sonst lassen sich die Taschen nicht richtig verschließen. Klappt nun eine Ecke des Quadrats zur gegenüberliegenden Ecke, sodass ein Dreieck entsteht. Drückt die Ränder fest zusammen, damit während des Backens keine Füllung austritt. Ihr könnt die Ränder zusätzlich mit einer Gabel eindrücken, das sieht nicht nur hübsch aus, sondern versiegelt die Taschen noch besser. Eine andere Möglichkeit ist, die Ränder zu einem kleinen Zopf zu drehen.

5.

Legt ein Backblech mit Backpapier aus und platziert die gefüllten Taschen mit etwas Abstand zueinander darauf. Sie brauchen Platz, da sie beim Backen leicht aufgehen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Taschen vor dem Backen mit etwas Milch oder verquirltem Ei bestreichen. Das gibt ihnen eine schöne goldbraune Farbe. Schiebt das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backt die Apfeltaschen für etwa 25 Minuten, bis sie eine appetitliche goldgelbe Farbe angenommen haben. Die Ränder sollten leicht gebräunt sein. Öffnet während des Backens möglichst nicht die Ofentür, da sonst die Temperatur sinkt und die Taschen nicht gleichmäßig backen. Nach dem Backen nehmt ihr das Blech aus dem Ofen und lasst die Apfeltaschen auf einem Kuchengitter abkühlen. Bestäubt sie noch warm mit Puderzucker.

Anna Bergmann

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr den Teig am Vortag zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt, lässt er sich noch besser verarbeiten. Die Kälte macht ihn fester und er klebt weniger. Für eine besondere Note könnt ihr der Apfelfüllung etwas geriebene Zitronenschale oder eine Prise Vanille hinzufügen. Wer es knuspriger mag, bestreicht die Taschen vor dem Backen mit etwas geschmolzener Butter. Übrig gebliebene Apfeltaschen lassen sich hervorragend einfrieren und bei Bedarf im Ofen wieder aufbacken.

Passende Getränke zu Apfeltaschen

Zu diesen süßen Apfeltaschen passt am besten ein frisch gebrühter Filterkaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Die leichte Bitterkeit dieser Getränke bildet einen angenehmen Kontrast zur Süße des Gebäcks. Auch ein Glas Apfelsaft oder Apfelschorle harmoniert wunderbar mit den fruchtigen Taschen und unterstreicht das Apfelaroma. Für Kinder eignet sich warmer Kakao besonders gut. An kalten Tagen schmeckt auch ein Glas Glühwein oder heißer Apfelpunsch hervorragend dazu.

Zusätzliche Info

Der Quark-Öl-Teig ist eine deutsche Erfindung, die besonders in der Nachkriegszeit an Bedeutung gewann, als Butter knapp und teuer war. Hausfrauen entwickelten diese Alternative, die ohne tierische Fette auskommt und dennoch ein zartes Gebäck ergibt. Der Teig gehört zur Familie der Rührteige, unterscheidet sich aber durch seine festere Konsistenz, die das Ausrollen ermöglicht. In verschiedenen Regionen Deutschlands gibt es unterschiedliche Varianten dieser Apfeltaschen. Manche Rezepte verwenden Hefeteig, andere Blätterteig, aber die Quark-Öl-Variante gilt als besonders unkompliziert und gelingsicher. Die Taschen werden auch Apfeltäschchen oder Apfelecken genannt, je nach Form. In Bäckereien findet man sie häufig unter dem Namen Apfeltaschen oder Obsttaschen, wenn sie mit anderen Früchten gefüllt sind.

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